zum Beispiel:

Dixieland wird in unseren Breiten hauptsächlich von Amateuren bzw. Autodidakten begeistert gespielt, hochamtlich zelebriert oder routiniert verrichtet. Das ist ehrenwert und hat außer den Akteuren immer auch einem ansehnlichen Publikum Spaß gemacht.

Aber mal ehrlich: der Qualität und dem Ruf des Dixieland war es nicht immer zuträglich, dass den ausübenden Künstlern wie ihrem standhaften Publikum ein Bier vom Fass gelegentlich verheißungsvoller erscheint als ein Stück in As.

In der zweiten Hälfte der 70er Jahre war ich Mitglied der erfolgreichen Münchner ‘Allotria Jazzband’. Die von uns fabrizierte Musik hatte Power, war ziemlich perfekt organisiert und gespielt, aber irgendwie ging sie  an meiner Seele vorbei.

Als Blitzableiter für den drohenden Frust-Einschlag gründete ich die ‘Münchner Dixieland Allstars’, eine Formation, die - mit Ausnahme meines bewährten Mitstreiters Jürgen Buchholtz an der Trompete - aus lauter Profi-Musikern bestand. Vorher hatte ich allerdings bei unserem heimischen Sender, dem Bayerischen Rundfunk, nachgefragt, ob man damit nicht etwas machen könnte. Und siehe da: es kam zu einem Live-Konzert im Funkhaus und zu einer Studio-Produktion. Das tat gut.

Ich finde es schade, dass  Dixieland als Spielart des Jazz  so unterschätzt wird, weil er in Europa irgendwann in den 50er Jahren in nicht gar so geeignete Hände geraten ist. Und: ich gestehe, dass ich nach wie vor sehr gerne Dixieland spiele - mit den richtigen Musikern. Vielleicht wächst ja auch eine jüngere Generation nach, die diese durchaus wandelbare Jazzart für sich wiederentdeckt und sie vom Ruch des ‘Altherren-Jazz’ befreit ...

 

 

 

Jürgen Buchholtz       tp
Horst Gmeinwieser    tb
Hermann Breuer        tb *
Hans van der Sys      p
Gary Todd                bass
Meini Geppert           drums
Charly Antolini          drums *
selber                      clar. / arr.

Die Geschichte:

Softly as in a morning sunrise

Makin’ whoopee *