Wechselnde Besetzungen
vom Streichquartett bis zur Bigband ...

Ingfried Hoffmann   arr.
selber                     voc /comp.

Ich war schon ‘Liedermacher’, als es das Wort noch gar nicht gab. Inspiriert vom Wiener Kabarettisten, Sänger und Pianisten Georg Kreisler, aus dessen Repertoire ich mir und meiner Gitarre ein paar skurrile Songs angeeignet hatte, entstand 1965 das erste Eigenprodukt.

1967 erfolgte der erste öffentliche Auftritt. 1969 nahm ich meine erste LP auf - mit eher schlichter Ausstattung. Dann aber, 1973, ließ ich mich entdecken von einem Produzenten, der auch André Heller betreute. Den Pfennig dazu zu tun, lag offenbar auf der Hand ...

Dieser gute Mensch ermöglichte mir die Erfüllung eines Traums: meine Songs mit großem Orchester, echtem Gestreiche und Gebläse, arrangiert von einem echten Profi. Der hieß Ingfried Hoffmann, war ein renommierter Jazz-Pianist und verstand es prächtig, mit wechselnden Instrumentierungen meinem doch ziemlich divergenten Song-Material den jeweils passenden Rahmen zuzueignen. Die Musiker stammten vom legendären Kurt Edelhagen-Orchester. Alles wunderbar.

Die LP trug den Titel ‘Liederspenstig’ und wurde ein ganz, ganz kleiner Erfolg. Wahrscheinlich hätte ich es doch besser so machen sollen wie manche meiner seinerzeit erfolgreicheren Kollegen, die für ihre Schallplattenaufnahmen schon mal eine zusätzliche Harfe, ein Cello oder eine Blockflöte bemühten. Ein ganzes Orchester  im Zusammenklang mit höherem Liedgut war vielleicht dann doch etwas zu obszön.

Nicht gerade verkaufsfördernd dürfte sich auch das Cover der LP ausgewirkt haben, das einen mit grüner Farbe übergossenen Igel zeigte, eine Geschmacklosigkeit, auf die ich seinerzeit keinen Einfluss hatte.

Möglicherweise war der Flop aber auch darin begründet, dass ich glaubte, der Menschheit nicht allzu viel Melancholisches zumuten zu dürfen, obwohl mir ja gerade das so viel Spaß macht. Die ernste und die heitere Seite, die in meinem Wesen schon immer ein harmonisches Beieinander pflegten, hätten nicht so knallhart nebeneinander gehört nach dem Motto: nach was Traurigem muss zum Ausgleich was Lustiges folgen. Auf die Weise ist dann ein doch ziemlich schizophrenes Gesamtwerk entstanden (s. die zwei Hörproben).

In der von mir ca. 30 Jahre später vorgenommenen Zusammenstellung auf einer Privat-CD funktioniert das viel besser: ein sanfter Übergang vom Melancholischen übers Ernste ins Heitere und Lustige, ein nachvollziehbarer Stimmungswandel sozusagen ...

 

 

Vogellied

zum Beispiel:

Die Geschichte:

Der Luftballon